Gottesdienst mit anschließendem Mittagessen am Sonntag, 18.12.2022 um 10.15 Uhr

Es ist nun schon viele Jahre her, als unsere Kirche ihre Weihe erhielt. Am Sonntag, dem 18.12. feiern wir dieses Fest bereits zum 59. Mal.

Der Gottesdienst zum Kirchweihfest beginnt um 10.15 Uhr. Er wird musikalisch gestaltet von einem koreanischen Ensemble.

Im Anschluss an den Gottesdienst laden wir Sie ganz herzlich zum Mittagessen ein. Die Köchin unseres Kinderhauses, Bianca Völkel wird einen weihnachtlich gewürzten Rinderbraten mit Rotkohl und Klößen zubereiten. Das Essen ist kostenlos! Spenden hierfür sind selbstverständlich herzlich willkommen.

Für unsere Vorplanung bitten wir um telefonische Voranmeldung bis Montag, 12.12. unter 09281/67343.

Im Namen des Kirchenvorstands

Karin Willuweit

Einweihungsfeier am Sonntag, 20.11.2022

Am Sonntag, dem 20.11.2022 wurden unsere vier Silberlinden offiziell eingeweiht. Wir freuen uns, dass Dekan Müller, Oberbürgermeisterin Eva Döhla und der Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Hilmar Bogler unserer Einladung gefolgt sind und danken für die freundlichen Worte und den Austausch.

Nach dem Gottesdienst mit Abendmahl haben wir uns draußen bei den Linden versammelt. Trotz des ersten Schnees hielten sich noch einige Blätter an unseren Bäumchen.

Unsere Einweihungsfeier begann mit dem sehr passenden Lied 640 „Komm, bau ein Haus“.

Unser Vertrauensmann Stefan Gebhardt las eine Bibelstelle aus der Offenbarung, die von Bäumen handelt.

Wir freuten uns sehr über die feierlichen Worte von Dekan Müller. Er betonte, dass es in der Bibel sehr oft um Bäume gehe. Als außergewöhnliche Baumart klärte er uns ein bisschen über die Sequoia Mammutbäume auf, die im Westen der USA wachsen. Diese Bäume sind zum Teil bereits über 2000 Jahre alt und waren damit sogar schon zu Christi Geburt auf unserer Erde. Laut Dekan Müller zeigen Sequoias, dass Gott Humor hat. Denn diesen besonderen Bäumen kann Feuer nichts anhaben, im Gegenteil! Nur nach einem Feuer, wenn alle anderen Bäume und Büsche verbrannt sind, wirft der Sequoia seine Samen ab und vermehrt sich.

Ich persönlich finde es zeigt nicht nur, dass Gott Humor hat, sondern dass Gottes Schöpfung einfach vollkommen ist und dass Gott einfach alles bedacht hat. Verbrennen die anderen Pflanzen, nutzt der Sequoia den nun freiwerdenden Platz, das Licht und die Nährstoffe in der Asche für seine Nachkommen.

Und das zeigt mir, wir können voller Zuversicht auf Gott vertrauen! 

Ein dünner Faden – Reformationstheater in der Kreuzkirche am Sonntag, 30.10.22

       

 

             

 

In der Anordnung des Rates der Stadt Wittenberg wird verlesen, dass alle Pestkranken zu isolieren sind. Es wird befohlen, dass alle Angehörigen der Universität nach Jena ausweichen müssen. Luther jedoch fügt sich dieser Anordnung nicht und hält weiter Vorlesungen. Auch Luther hatte Angst und schrieb: „Nicht, dass ich den Tod nicht fürchte. Aber ich hoffe, der Herr wird mich aus meiner Furcht herausreißen.“

Georg Spalatin erhält einen Brief von Luther, den er seiner Frau vorliest: „Die Pest hat hier zwar angefangen, aber sie ist recht gnädig. Die Furcht und die Flucht der Leute davor sind jedoch außerordentlich, so dass ich eine solche Ungeheuerlichkeit des Satans vorher noch nicht gesehen habe. So sehr verbreitet er Schrecken, ja er freut sich, die Herzen so verzagt machen zu können, nämlich damit er diese einzigartige Akademie zerstreue und verderbe, welche er nicht ohne Ursache vor allen anderen hasst. Jedoch sind während der ganzen Zeit der Pest bis auf diesen Tag nicht mehr als 18 Leichen gewesen.“ Georg meint zu seiner Frau Katharina: „Gut, dass Luther dageblieben ist. Unsere Akademie hängt an einem dünnen Faden. Das Evangelium muss gelehrt werden, auch wenn der Teufel es verhindern will. Denn es ist eine gute Arznei gegen die Furcht.“

Obwohl Luthers Frau Katharina ihm eine Tochter schenkt, ist Luther verzagt und schreibt an Justus Jonas: „Ich bin am Leibe gesund, am Geiste, so viel Christus mir beisteht, der mit einem dünnen Faden an mir hängt und ich an ihm. Der Satan aber hängt an mir mit gewaltigen Seilen, und sogar mit Schiffstauen, und zieht mich in die Tiefe, aber der schwache Christus hat durch eure Gebete noch die Oberhand oder kämpft wenigstens tapfer. Daher fahret fort und macht durch eure Gebete den schwachen Christen stark, dass er durch seine Ohnmacht die Macht, vielmehr den Trotz des Satans zerbreche.“

Unser Theaterstück unter der Regie von Raffael Westerhoff soll Mut machen, der grassierenden Furcht etwas entgegenzusetzen. Es zeigt, wie sich der Glaube in der Krise bewährt. Unsere Aufgabe jedoch ist es, so Pfarrer Dr. Westerhoff, etwas aus dem Theaterstück für uns in die heutige Zeit mitzunehmen.

Wir danken allen Mitwirkenden der Anspielgruppe, dem Projektchor „schöne Stimmen“, der Organistin Sejin Kim, dem Theater Hof, welches uns die Kostüme kostenfrei zur Verfügung gestellt hat, Marianne Walter-Zwack für die Bewirtung und natürlich last but not least allen Gästen für ihr Kommen.